Gold in Herne, Comeback in Malaga
Nachdem in Halle und Abensberg die Jungs noch getrennt kämpften, kamen am 10. Oktober in Herne die besten U17er der Republik zusammen. Beim weiblichen Pendant in Holzwickede war der JVST nicht vertreten.
Nach Silber in Halle übertraf Johann Schwenke vom JC Halle sein Ergebnis noch einmal. Im Rückkampf des Finals von Halle konnte sich der Hallenser in fremder Halle dieses Mal gegen Louis-Alexander Moor aus Berlin durchsetzen. Auf dem Weg ins Finale gewann er dreimal und zeigte dabei seine Klasse sowohl über die volle Kampfzeit als auch mit schnellem Ipponsieg.
Im Superleichtgewicht unter 43 Kilogramm zeigte Ole Taraks von Germania Halberstadt eine ansprechende Leistung. Im Doppel-Ko-System verlor er den ersten Kampf, kämpfte sich anschließend bis in den Kampf um Bronze und sah sich da demselben Kontrahenten gegenüber, leider mit dem gleichen Ergebnis. Mit Platz fünf aber ein erstes Ausrufezeichen.
Unter 55 Kilogramm fehlte Karl Wanke vom JC Halle noch die Durchschlagskraft, um auf diesem Niveau weiter nach vorne zu kommen.
In der gleichen Gewichtsklasse musste Emilio Roschig vom SV Halle direkt in seinem Auftaktkampf ins Golden Score und verlor dort mit Waza-ari. Nach einem Sieg in der Trostrunde folgte darauf das Turnieraus durch Hansokumake für Diving.
LLZ-Trainer Stephan Fröhlich bescheinigte beiden eine gute kämpferische Leistung, zumal beide als jüngster Jahrgang am Start waren.
Als ältester Jahrgang dabei war Emil Eulitz vom 1. Dessauer JC. In der mit 41 Judoka besetzten Gewichtsklasse unter 66 Kilogramm hatte er sich einiges vorgenommen, konnte sein Können aber nicht auf die Matte bringen und schied aus.
Noch deutlich weiter im Westen gab Paavo Plöhnert nach langer Verletzungspause sein Wettkampf-Comeback. Beim gut besetzten European Cup in Malaga ging er in seiner neuen Gewichtsklasse unter 100 Kilogramm an den Start. Im ersten Kampf konnte er direkt zeigen, dass er mit der Geschwindigkeit kein Problem haben wird. Nach zwei Minuten tauchte er blitzschnell unter seinen Gegner und konnte Waza-ari erzielen, den er auch über die Zeit brachte.
In Kampf zwei hatte er mit dem langen Polen Kubiak zunächst Problem und musste mit einem zwei-Shido-Rückstand ins Golden Score. Dort holte er aber über die Aktivität beide Shido auf. Nach fast acht Minuten Kampfzeit versuchte Paavo noch einmal zu werfen, der Pole versuchte zu kontern. Nach Videoanalyse wurde dem Polen die Wertung zugesprochen, der später noch Bronze gewann. Für Paavo kam diese Niederlage einen Kampf zu früh, um weiter im Wettkampf zu bleiben. Nach der langen Pause und dem Gewichtsklassenwechsel hat er aber schon gezeigt, dass er auf diesem Niveau mitkämpfen und gewinnen kann.