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08.10.2026 (C.Sariczki )

Veteranen-WM in Sarajevo – Judo, Gemeinschaft und ganz besondere Erlebnisse

Vom 20. bis 24. September 2026 wurde Sarajevo zum Treffpunkt der internationalen Veteranen-Judoszene. 1.352 Judoka aus 65 Nationen gingen bei den Weltmeisterschaften der Veteranen an den Start. Fünf Tage lang wurde in der bosnischen Hauptstadt um Medaillen und Titel gekämpft – und mittendrin unsere Judoka aus Sachsen-Anhalt.

Für die Veteraninnen und Veteranen aus Sachsen-Anhalt war die Weltmeisterschaft dabei weit mehr als nur ein sportlicher Wettkampf. Natürlich standen die Kämpfe und das persönliche Abschneiden im Mittelpunkt. Gleichzeitig war die Reise nach Sarajevo aber auch ein tolles gemeinsames Erlebnis, bei dem der Teamgedanke und die Freude am Judo deutlich spürbar waren.

Erfolgreiche Kämpfe auf internationaler Bühne

Mit Sylvia Hackel stellte Sachsen-Anhalt eine ganz besondere Weltmeisterin. Sie gewann in der Klasse F7 bis 57 kg und sicherte sich damit bereits ihren elften Weltmeistertitel bei den Veteranen. Im Finale ließ sie ihrer französischen Gegnerin keine Chance und entschied den Kampf bereits nach 21 Sekunden für sich. Für ihre zehn bisherigen WM-Titel wurde Sylvia zudem von der IJF mit einer besonderen Ehrung ausgezeichnet.

Auch Caterina Sariczki überzeugte bei den Weltmeisterschaften. Sie erreichte in der Klasse F3 bis 70 kg den 3. Platz und freut sich über die Bronzemedaille

Bei den Männern erkämpfte Dr. Ingo Gottschalk in der Klasse M8 bis 100 kg die Bronzemedaille und durfte sich damit über einen starken dritten Platz bei einer Weltmeisterschaft freuen.

Frank Panitz, M7 73 Kg. In einem Starterfeld von 25 Kämpfern belegte er nach drei Siegen und zwei Niederlagen Platz sieben. Eine sehr beachtliche Leistung in diesem Starterfeld.

Ralf Biermann, M7, - 81 kg, konnte aufgrund einer Verletzung leider nicht starten und betreute seine Sportfreunde. Vielen Dank an der Stelle an Ralf!

Ebenfalls Teil des sachsen-anhaltischen Teams war Jörg Schenke M7 -100 kg, der sich in Sarajevo der internationalen Konkurrenz stellte. Nach einem Kampf war jedoch schon Ende, denn auch sein Starterfeld war zu groß, somit um einiges an Erfahrung reicher und gesund und munter die anderen angefeuert.

Damit zeigte sich einmal mehr, wie vielfältig und leistungsstark der Veteranenbereich im Judo ist. Die Altersklassen reichen von M1 bis M9 beziehungsweise F1 bis F9 und bieten Judoka auch weit über das aktive Wettkampfal­ter hinaus die Möglichkeit, sich international zu messen.

Ein ganz besonderer Dank an Linda Anna Scheidt

Ein ganz besonderer Dank des Judo-Verbandes Sachsen-Anhalt geht an Linda Anna Scheidt (JC 66 Bottrop).

Linda konnte in Sarajevo selbst leider nicht als Kämpferin auf die Matte gehen. Umso bemerkenswerter war ihre Reaktion: Sie stellte sich ganz selbstverständlich in den Dienst der anderen und bot sich sofort an, die Kämpferinnen aus Sachsen-Anhalt als Coach zu unterstützen.

Und genau das hat sie großartig gemacht!

Mit viel Engagement, Aufmerksamkeit und Herzblut stand Linda an der Matte, fieberte mit, unterstützte bei der Vorbereitung und war für unsere Kämpferinnen jederzeit ansprechbar. Ihr Einsatz war ein tolles Beispiel dafür, was unseren Judosport und insbesondere die Veteranengemeinschaft ausmacht: Man ist füreinander da – auf und neben der Matte.

Liebe Linda, dafür sagen wir ganz herzlich Danke! 

Sarajevo – mehr als fünf Tage Judo

Natürlich gab es in Sarajevo auch nach den Wettkämpfen noch einiges zu erleben. Gemeinsam ging es in die Stadt, wo die Erlebnisse der vergangenen Wettkampftage bei einem gemütlichen Abend noch einmal Revue passieren konnten.

Einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten anschließend die Gelegenheit, noch ein paar Tage länger in Sarajevo zu bleiben und die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu erkunden. So wurde aus der Weltmeisterschaft gleichzeitig eine kleine gemeinsame Reise, bei der neben dem Sport auch die Geselligkeit und das Miteinander ihren festen Platz hatten.

Genau das macht die Veteranen-Weltmeisterschaften so besonders. Neben dem sportlichen Ehrgeiz entstehen Freundschaften, man trifft alte Bekannte wieder, lernt neue Judoka kennen und erlebt gemeinsam besondere Momente.

Die IJF beschrieb die Veteranen-WM in Sarajevo entsprechend als eine Veranstaltung, bei der neben dem sportlichen Wettbewerb auch Freundschaft, Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Verbundenheit mit den Werten des Judo im Mittelpunkt standen.

Danke und herzlichen Glückwunsch!

Der Judo-Verband Sachsen-Anhalt gratuliert allen sachsen-anhaltischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu ihren Leistungen bei der Veteranen-Weltmeisterschaft in Sarajevo.

Ein besonderer Glückwunsch geht natürlich an Sylvia Hackel zum elften WM-Titel, an Ingo Gottschalk zur Bronzemedaille sowie an alle, die sich der internationalen Konkurrenz gestellt und unseren Verband in Sarajevo vertreten haben.

Und nicht zuletzt gilt unser Dank allen, die diese gemeinsame Reise möglich und zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben.

Sarajevo 2026 – fünf Tage Judo, viele spannende Kämpfe, gemeinsame Erlebnisse und jede Menge Erinnerungen.

So soll Veteranen-Judo sein: sportlich, leidenschaftlich, freundschaftlich und gemeinsam. ?❤️