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31.08.2026 (J.Schiek )

Jeder LMC hat etwas Neues - LMC Frauen und 1. KT Männer 2026

Am 22.08. war es wieder so weit: Landesmannschaftscup Männer und Frauen – erneut mit Teilnehmerrekord. Dieser stelle den Ausrichterverein schon im Vorfeld vor eine Herausforderung. Das erste Mal in der Vereinsgeschichte richtete der SV Blau-Rot Pratau ein Turnier aus und dann direkt das größte Sachsen-Anhalt-interne das es gibt. Mit 150 gemeldeten Sportlern in sieben Frauen und neun Männerteams gibt es keine andere reine Landesveranstaltung mit so vielen Judoka. Da der Meldeschluss aber nur zwei Wochen vor dem Kampftag lag, war auch dann erst klar: auf zwei Matten ist das nicht zu stemmen. Doch das Organisationsteam um Adriano Horn organisierte in wenigen Tagen eine größere Halle, hielt Rücksprache mit den Vereinen Gräfenhainichen und Dessau für eine dritte Kampffläche und konnte so wenige Tage vor Beginn die Meldung rausgeben: wir haben eine Wettkampfstätte, die groß genug ist. Ein großes Dankeschön v.a. an Adriano Horn aber auch das gesamte Team des SV Blau-Rot Pratau und die Unterstützer der anderen Vereine.

 

Nicht nur gab es zum ersten Mal beim LMC sieben Frauenteams, sondern als weitere Neuerung wurde der LMC genutzt, um Ehrungen verdienter Judoka des Verbands vorzunehmen. Nachdem der Bürgermeister und Oberbürgermeister ihre Begrüßungsworte gesagt hatten und vom Abteilungsleiter Judo Holger Zwetschke den 8. Kyu mit bestickten Gürteln überreicht bekommen hatten, übergaben Ehrenratsmitglied Michael Horn und JVST-Präsident Hagen Dolge Ehrennadeln verschiedener Kategorien: 

 

Für ihr langjähriges Engagement im Ausrichterverein SV Blau-Rot Pratau erhielten als erstes Holger Zwetschke und Martin Lommert jeweils die Ehrennadel des JVST in Gold, Martins Lebensgefährtin erhielt neben einer großen Dankesumarmung außerdem einen großen Blumenstrauß als Dankeschön für die Unterstützung des Vereins in allen Lebenslagen. Adriano Horn wurde für sein Engagement als Trainer mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet. Auch Mitglieder anderer Vereine erhielten an diesem Tag Ehrennadeln: Sandra Hummel (JJJV Ilsenburg), Lars Floreck (1. Quedlinburger JC) und Oli Drews (1. Dessauer JC) erhielten jeweils für ihre kontinuierliche Arbeit in der Vereinsführung, sowie ihre erfolgreiche Nachwuchsarbeit die Ehrennadel in Silber; Thomas Wünsch (1. Quedlinburger JC), Tino Eulitz (1. Dessauer JC), Jonas Purschke (SV Halle), Kai Pfirrmann (SV Halle) und Cati Sariczki (SV Halle) erhielten für ihr ehrenamtliches Engagement in ihren jeweiligen Vereinen die Ehrennadel in Bronze.

 

Nach dem Ehre gezollt wurde, wem Ehre gebührt, konnte es sportlich auch losgehen. Wieder gab es ein buntes Potpourri an Anzugs- und Gürtelarben und Mannschaftsnamen zu bewundern und ganz nebenbei: gutes Judo. Bei den Frauen setzte sich ungeschlagen der SV Halle angeführt vom Trainerteam Luise Malzahn / Michi Freyer durch, insgesamt nur drei Einzelbegegnungen verloren die Schwarz-Grünen und waren damit nicht zu stoppen. Direkt dahinter und nur mit der Niederlage gegen den SV Halle landete der USC Magdeburg um Trainer Daniel Amiri. Bronze bei den Frauen ging an das reine Uni-Team: die Tatami Löwen Halle (Girls Edition) um Louisa Upterworth, was durchaus für eine kleine Überraschung sorgte, v.a. mit ihren Siegen über die Vorjahresmedaillen-Gewinnerinnen vom JC Halle und der KG HarZer. Letztere erkämpften sich mit Platz vier die Holzmedaille des Jahres auf den Plätzen fünf bis sieben folgten JC Halle, Frauenpower Naumburg und der SV Blau-Rot Pratau. Diese hatten sogar mehr Unterpunkte als die Naumburgerinnen, konnten diese jedoch nicht in einen Sieg ummünzen, sodass die Frauenpower knapp am letzten Platz vorbeischrammte. 

 

Bei den Männern kämpften neun Teams (2025: sechs) und in der Vorrunde bedeutete dies für jedes Team acht Kämpfe. Für den ersten Kampftag waren für jedes Team die Hälfte davon geplant. Als „Rückkehrer“ nach langer Abstinenz konnte man ein Team von der SG Motor Halle begrüßen und auch der SV Halle, der USC Magdeburg und die Grauen Panther waren nach jeweils einem Jahr Pause wieder mit eigenen Teams dabei. Die KG Harz und die Zerbster Silberrücken vereinten ihre Kräfte zur KG HarZer.

 

Schon nach den ersten zwei Durchgängen zeichneten sich Trends ab: Der JC Halle um Till Schumacher kam zwar nur mit fünf Kämpfern in drei Gewichtsklassen, konnte aber gleich zwei harte Konkurrenten jeweils 4:1 von der Matte schicken: Sowohl die KG HarZer als auch der USC Magdeburg, hatten den weiß-roten nichts entgegenzusetzen und holten jeweils nur einen kampflosen Punkt. Auf den anderen Matten unterstrichen Wolframs Radau Krokodile aus Dessau um Oli Drews und Jonas Purschke ihre Goldambitionen und schicken die Gastgeberteams des SV Blau-Rot Pratau und der Grauen Panther 5:0 und 3:2 von der Matte. Sowohl der JC Halle, als auch Wolframs Radau Krokodile blieben an dem Tag ungeschlagen und gehen als punktgleiche Tabellenführer (Siegpunkte zu Gunsten des JC Halle) in den zweiten Kampftag. Ihnen folgen die Grauen Panther und der SV Halle mit je drei Siegen (Niederlage jeweils gegen die Dessauer Krokos). Im Mittelfeld mit zwei Siegen (SG Motor Halle und Domfalken Naumburg) und zwei Niederlagen (JC Halle und Wolframs Radau Krokodile) findet sich das Team des USC Magdeburg.

 

Die KG HarZer um Lars Floreck und Matthias Meyer konnte nur einen knappen Sieg gegen die Gastgeber aus Pratau holen, doch die nur knappe Niederlage gegen den SV Halle könnte noch relevant werden. Für die Domfalken Naumburg um Manuel Weinelt platze der Knoten nach drei Niederlagen erst im Kampf gegen die SG Motor Halle von Sven Kilian, die mussten aber inzwischen zu dritt auf die Matte, da sich gleich zwei ihrer Starter schwer verletzt hatten. So konnten die Motor-Hallenser trotz starker und knapper Einzelkämpfer am ersten Kampftag keinen Sieg einfahren. Ähnlich erging es den Blau-Roten aus Pratau, die ebenfalls vier Niederlagen hinnehmen mussten. Spätestens zur Siegerehrung zeigte sich wieder einmal, was für eine große Gemeinschaft der LMC geworden ist. Glückwünsche ohne Missgunst, dafür selbstverständliches Helfen beim Abbauen waren wieder an der Tagesordnung. Zur Siegerehrung der Frauen gab es neben einem großem Pokal für die SV Halle Frauen auch noch drei weitere Auszeichnungen: Kai Pfirrmann vom SV Halle hatte zwar schon alle Module für den dritten Dan absolviert, doch im fehlten zwei Kampfpunkte, die er sich am heutigen Tag verdiente. So übergab der Vizepräsident Sport des JVST und Hauptkampfrichter des heutigen Tages Julius Hannig die Urkunde und leitete die Übergabe ein mit „der erste Dan, der sich in Sachsen-Anhalt erkämpft wurde.“ Als er nach der Übergabe dann wieder in die Reihen der Kampfrichter und Organisatoren zurücktreten wollte, holte ihn Präsident Hagen Dolge dann direkt zurück und ehrte auch ihn an diesem Tag noch mit der Ehrennadel des JVST in Gold. Neben seiner Tätigkeit als Kampfrichter ist der Vizepräsident Sport seit langem auch Kata-Referent, Dan-Graduierer, Vereinstrainer, Referent im Lehrwesen, Bundesligakämpfer, Medaillengewinner bei DEM der Veteranen, Medaillengewinner bei der DKM und GKO und Trainer einer IJF-Grand-Prix-Siegerin (gerüchteweise hat er auch ein Berufs- und sogar ein Privatleben). Als letzte Amtshandlung des Tages zur Siegerehrung wurde die MVP der Frauen gekürt: Marianna Nowak vom USC Magdeburg wurde mit den meisten Stimmen der Teilnehmer des Tages gewählt und konnte sich über die Urkunde dafür freuen. 

 

Vielen Dank an den Ausrichterverein, alle Helfer des Tages, die Kampfrichter, die z.T. aus Sachsen angereist waren, um die Teams aus Sachsen-Anhalt zu unterstützen und an alle Organisatoren, Kämpfer, Trainer und Betreuer der Teams selbst, die den LMC zu dem machen, was er ist: ein großes Judofest in Sachsen-Anhalt.

 

 

Best-off-Videos: 

https://youtu.be/9Ri-jLm5ClQ (Frauen)

https://youtu.be/JRmhnoUGQeg (Männer)

 

Streams:

https://www.youtube.com/live/i2VwttxvZFQ?si=jYZRh8Y3V6qcE3M4 (Matte 1)

https://youtube.com/live/4dMkaa-Of-w?feature=share (Matte 2 und 3)

 

Listen im Anhang

Jakob Schiek