JUDO&MORE 2026: Eine Woche, die erneut viel mehr war als Judo (Edward Meyer)
Sonntagnachmittag, 02.08.2026, Ankommen, Freunde begrüßen, Matte betreten – und ab diesem Moment, für eine Woche, Teil einer ganz besonderen Gemeinschaft sein. Im Sommer 2026 trafen sich, mittlerweile schon traditionell, mehr als 160 junge Judoka und über 40 Betreuer aus ganz Deutschland in der Sportschule Lindow.
Von Beginn an war spürbar, worum es geht: bekannte Gesichter wiedersehen, neue Freundschaften schließen, gemeinsam lachen und natürlich gemeinsam Judo, beim Techniktraining sowie beim Randori, erleben. Die Sportschule Lindow wurde für eine Woche zum Treffpunkt einer großen Judo-Familie.
Mittendrin die Sportler des USC Magdeburg, JC Halle, PSV Zerbst, Haldensleber JC, 1. Dessauer Judo Club sowie des JC Burg, welche in Lindow den JVST auf der Tatami vertraten und hinter Nordrhein-Westfalen, bezüglich der Beteiligung, das zweitstärkste Bundesland, bei Teilnahme von insgesamt 15 unserer 16 Bundesländern, bildeten.
Judo&more, seit vielen Jahren ein fester Termin im Kalender des Deutschen Judo-Bundes, lebt gerade davon, dass sich intensive Trainingseinheiten und freie Zeit abwechseln,wobei das „more“ im Endeffekt genauso bedeutsam ist wie das Judo.
Das abwechslungsreiche Judotraining wurde von den versierten Trainern und ehemals sehr erfolgreichen Judokämpfern, Michael Weyres (TSV Bayer 04 Leverkusen), Sven Helbing (JC 66 Bottrop) sowie Thomas Kessler (ehem. Jugendnationaltrainer Luxemburg) geleitet. Gasttrainerin Katja Gerber, immerhin vierfache Europameisterin, brachte zusätzliche Impulse und Begeisterung für den gemeinsamen Sport auf die Judomatte.
Neben den Judotrainingseinheiten stach erneut der Mittwoch, der „more“ Tag, hervor. Ein Parcours führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Vormittag quer über das Gelände. An verschiedenen Stationen mussten Aufgaben gelöst werden – körperlich, koordinativ und mit Köpfchen. Bei 30 Grad und tropischer Luftfeuchte eine echte Herausforderung. Am Nachmittag wiederum gab es die Möglichkeit sich in unterschiedlichen Sportvarianten, beispielsweise Sumo, Baseball oder auch Wikingerschach auszuprobieren.
Erwähnenswert ist, dass eine ganze Reihe unserer Judoka, welche täglich bereits mehrstündige Trainingseinheiten absolvierten, an insgesamt drei Abenden, die Kriterien für das Sportabzeichen des DJB erfüllten. Allen gelang dabei final eine bemerkenswerte, individuell kreierte Kata. Glückwunsch an unsere Sportler des JVST zum Erwerb des Sportabzeichens in Bronze und Silber. Nach seiner 6. Teilnahme, ging dabei an Edward Jonathan Meyer, vom Judo Club Burg e.V., obendrein das Sportabzeichen des DJB in Gold.
Lindow im Jahr 2026, abermals nicht einfach nur ein Ort, an dem Judo trainiert wurde, sondern ein Stück gemeinsamer Judo-Welt. Der Sport, das gemeinschaftliche Training, die gegenseitige Unterstützung machten diese Woche zu etwas sehr Besonderem.
Ein großes Dankeschön geht, neben den wieder einmal großartig agierenden Trainern, an die Bundesjugendleiterin Jane Hartmann für ihren bemerkenswerten, unermüdlichen Einsatz für dieses sehr besondere Judoevent in Lindow.