Gesetzt, aber kein Losglück
An den Grand Prix in Lima hatte Friederike Stolze vom SV Halle gute Erinnerungen. Vor einem Jahr gewann sie in der Hauptstadt Perus ihre erste World Tour Medaille. Mit entsprechenden Ambitionen war sie auch dieses Jahr angereist, um am 15. August wieder auf dem Treppchen zu stehen. Die Ambitionen wurden allerdings schon im ersten Kampf jäh gebremst.
Friederike war an Position drei gesetzt, eigentlich eine gute Position, um zumindest ins Viertelfinale zu kommen. Doch in ihrem ersten Kampf erwischte sie die ungesetzte Japanerin Seiko Watanabe. Diese konnte in diesem Jahr die offene Gewichtsklasse in Japan gewinnen, als 63erin. Die Anhaltinerin zeigte einen couragierten Kampf, gerade im Stand war es ein offener Schlagabtausch, auch wenn sie nach anderthalb Minuten mit Yuko zurücklag, während die Japanerin im Boden die Zeit runterbrachte. Im Bodenkampf sah es zwar für Friederike nicht wirklich gefährlich aus, doch die Zeit die verstrich, fehlte im Stand um eine Lücke in der Verteidigung zu finden.
Somit schied Friederike zu zeitig für die Platzierungskämpfe aus. Dass die Japanerin am Ende das ganze Turnier gewinnt, ist nur ein schwacher Trost. Gerade da dies in diesem Jahr schon einmal passiert ist. Beim Grand Slam in Tashkent musste sie sich auch einer ungesetzten Japanerin geschlagen geben, die anschließend das Turnier gewann.
Der nächste Einsatz auf der World Judo Tour steht noch nicht fest.
Foto: JudoTV