News

Wichtig

Klick auf das Bild, um es zu vergrößern.
21.06.2026 (J.Hannig )

Über Berlin nach Podgorica

Während die Elite der Senioren in Ulaanbaatar um Weltranglistenpunkte kämpfte, taten es die besten Junioren beim European Cups Juniors in Berlin. Nach einer durchwachsenen ersten Jahreshälfte mit zweimal Platz sieben konnte Peppa Plöhnert hier ihr Potenzial zeigen.

 

Hatte sie in diesem Jahr bisher immer volle Listen, waren es im sonst so gut besetzten Berlin lediglich sechs weitere Judoka in ihrer Gewichtsklasse. Trotzdem hieß es erst einmal, die Kämpfe zu gewinnen. Zum Auftakt konnte die Sportlerin vom SV Halle im deutsch-deutschen Duell zeigen, dass sie die deutsche Nummer eins ist. Im Halbfinale gegen die Türkin Mete kamen beide schwierig zu Wurfansätzen. Ihre Gegnerin wollte es erzwingen und stellte sich dabei selbst auf den Nacken, Diving, Hansoku-make, Finale für Peppa. 

Dort wartete eine alte Bekannte. Gegen die Polin Kocieba hatte sie schon zweimal gekämpft, zuletzt beim EC Juniors in Graz und dort mit zwei Yuko verloren. Auch in Berlin ging es nicht gut los. Im Kenka-yotsu konnte ihre Gegnerin nach einer Minute mit einer Vor-Rück-Kombination per Ko-soto-gake einen Waza-ari erzielen. Angefeuert vom Heimpublikum dauerte es aber nicht lange, bis Peppa selbst zum Zug kam. Direkt in der nächsten Aktion konterte sie einen tiefen Ansatz der Polin per Handwurf auf Waza-ari und ging mustergültig in die Festhalte nach. Zehn Sekunden später brach Jubel aus.

 

Für Deutschland war es am ersten Tag die einzige Goldmedaille.

Diese Medaille ist auch ein ganz wichtiger Schritt Richtung Jahreshöhepunkt für dieses Jahr.

 

Für Peppa heißt es direkt nach dem Trainingslager in Berlin nur kurz entspannen. Am ersten Juliwochenende geht es nach Prag zum nächsten EC.

 

Bilder: EJU / Falk Scherf