Abstimmung zum Trainer des Jahres
Jetzt unter https://www.judobund.de/aktuelles/trainer-des-jahres für Jakob Schiek in der Kategorie Besonderes Engagement abstimmen
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Was wie ein Code wirkt, ist das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung im Deutschen Judo-Bund. Der DJB selbst beschreibt das Konzept der Nachwuchsleistungszentren wie folgt: „Das Ziel der Einrichtung von Nachwuchs-Leistungszentren (DJB-NLZ) ist die systematische Förderung von talentierten Nachwuchsjudoka (Landeskader und NK2) in einem professionellen Umfeld. Dabei sollen sportliche Exzellenz, persönliche Entwicklung und ganzheitliche Betreuung gleichermaßen gefördert werden, um Talente langfristig an die Spitze ihres Sports und den Gewinn einer olympischen Medaille zu führen, sowie eine nachhaltige Nachwuchsförderung sicherzustellen.“
Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens mussten die vorhandenen Strukturen dargestellt werden. Landestrainer Mike Kopp nahm den Bewerbungsprozess in seine Hand, nachdem er für solch eine Struktur beim DJB jahrelang geworben hatte.
Am 9. Juni war es dann so weit. In großer Runde versammelten sich vor der Halle nicht nur fast alle aktiven Sportschüler, sondern große Teilen des Präsidiums, Vertreter vom Landessportbund, Olympiastützpunkt, Stadt Halle, SV Halle und Sportschule. Auch die Presse war vertreten. Vor der Eingangstür wehte ein goldenes Papier, Landestrainer Mike Kopp, Verbandspräsident Hagen Dolge und LSB Vizepräsident Leistungssportentwicklung Axel Schmidt betonten die Bedeutung für die leistungssportliche Entwicklung und Zukunft für die Sportart Judo in Sachsen-Anhalt. Passend dazu wurden auch die Vorbilder für die jungen Sportschüler erwähnt, die es aus Halle in die Weltspitze geschafft haben. Luise Malzahn, die an diesem Tag ihren Geburtstag feierte und immer noch Judoka mit den meisten Grand-Prix-Medaillen jemals und Friederike Stolze, zu diesem Zeitpunkt im internationalen Trainingslager zur Vorbereitung auf die anstehende Olympiaqualifikation, sind die letzten beiden Judoka, die es von der Sportschule zu einer Weltmeisterschaft im Spitzenbereich geschafft haben.
Nach den Reden kam der große Moment. Judith Pusch, Ressortleiterin Leistungssportentwicklung beim LSB und Hagen Dolge enthüllten die Plakette an der Eingangstür der Sporthalle MT90. „Nachwuchsleistungszentrum des Deutschen Judo-Bundes e.V.“ steht nun dort. Der JVST ist einer der ersten sechs Landesverbände, der dieses Abzeichen erhalten hat. Zur Präsidententagung des DJB konnte Hagen Dolge die Plakette und Bestätigung bis 2028 entgegennehmen.
Nach der feierlichen Eröffnung ging es für die Judoka auf die Matte zum Training und für die Offiziellen bei Häppchen zum Gespräch um die Leistungssportstrukturen in Halle und im Judo. Bevor die jungen Judoka dann ins Randori übergingen, gab es an diesem Tag aber noch eine Überraschung. Als Dank an die Trainer, die die Auszeichnung als Nachwuchsleistungszentrum mit ihrer Arbeit ermöglicht haben, überreichte das Präsidium neue Judoanzüge mit JVST-Logo-Stickerei, damit die Trainer zukünftig leicht zu erkennen sind. Die individualisierten Judoanzüge wurden durch eine Spende der Saalesparkasse ermöglicht. Vielen Dank.
Mit der feierlichen Veranstaltung sind die Weichen für die etwas fernere Zukunft gestellt. In der nahen Zukunft kommt am 19. Juni die Olympiaqualifikation für LA28 in Ulan Bator. Hier werden Friederike Stolze und Miriam Butkereit um die ersten Punkte kämpfen.
Der MZ-Artikel zur Eröffnung findet sich hier: https://www.mz.de/lokal/halle-saale/meilenstein-fur-den-judo-nachwuchs-halle-erhalt-besonderen-status-4265723