Alles im Griff (Leonie Heilmann)

Im zweiten technischen Lehrgang sollten Griffstrategien und Übergänge vom Stand zum Boden Thema sein. Der Andrang hierfür war besonders groß, fast 50 Judoka zeigten ihr Interesse an, aus Sicherheitsgründen wurde die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt.
Zuerst wurde wie immer die wichtigste Frage in Köthen geklärt- wer will Würstchen zum Mittag? Das dies, wie so alles in Köthen immer reibungslos funktioniert, ist dem Team des KSV 09 um Hagen Dolge zu verdanken.
Der Vormittag begann damit, dass sich erst einmal theoretisch mit dem Thema Griffkampf auseinandergesetzt wurde. Es folgten Videosequenzen, die verschiedene Griffstrategien zeigten.
Nach dem „Theorie-Block“ folgte die erste Erwärmung, da es beachtlich frisch am Sonntagmorgen war- allerdings sollte nach der Erwärmung keinem mehr kalt gewesen sein.
Vor dem Mittag wurde sich mit Ai-yotsu beschäftigt. Welche Hand setze ich zuerst? Wie erarbeite ich mir einen dominanten Griff? All diese Fragen wurden kleinschrittig beantwortet.
Auch im Fokus war, wie man den Griff des Gegners effektiv lösen und welche Schwachstellen man ausnutzen kann.
Dies übten die vielen Teilnehmer fleißig, auch wenn der Platz mit 30 Judoka sehr knapp war.
Nach dem Mittag wurden Kenka-yotsu und Übergänge von Stand zum Boden aufgegriffen.
Einige haben zum ersten Mal die „Gurke“ geübt, andere haben zum ersten Mal gewürgt und somit wertvolle neue Erfahrungen sammeln können.
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und der Komplexität des Themas konnten nicht alle Einzelfälle aufgegriffen werden, jedoch wurden die meisten Fragen und individuellen Anliegen behandelt.
Auch wenn der Platz beim Üben im Boden sehr begrenzt war, sind am Ende des Tages alle unfallfrei und mit ordentlich Wissenszuwachs von der Matte gegangen.
Bild: Leonie Heilmann