Bad Blankenburg, Bremen, Tiflis

Ein ereignisreiches Wettkampfwochenende liegt hinter den Judoka des JVST. Bei drei hochklassigen Veranstaltungen mussten sich die Sachsen-Anhaltiner von der U18 bis zu den Erwachsenen gegen die internationale Spitze dieser Altersklassen behaupten,
In Bad Blankenburg waren die jungen Frauen der U18 und U21 gefragt. Beim 32. Thüringen-Pokal waren knapp 400 Judoka aus 14 Nationen von drei Kontinenten am Start.
Nach ihrem Titel bei der DEM U21 hieß es für Peppa Plöhnert vom SV Halle hier den ersten Schritt Richtung Jahreshöhepunkt zu tätigen. Wie viele andere auch, musste sie auf dem Weg zum Podium die internationale Klasse und Härte der Brasilianerinnen kennenlernen. In der U21 gab es nur eine nicht-brasilianische Siegerin, in den drei oberen Gewichtsklassen sogar rein brasilianische Finals. Für Peppa reichte es im Schwergewicht trotzdem zu Bronze und damit das erste Ziel erfüllt.
Sina Bauer hatte es mit 59 Gegnerinnen zu tun. Die Athletin vom 1. Dessauer JC konnte in der Gewichtsklasse unter 57 Kilogramm zwei Kämpfe gegen internationale Gegnerinnen gewinnen, ehe die nationale Konkurrenz zu stark war. Da ihre Gegnerin im Viertelfinale verlor, blieb Sina die Hoffnungsrunde nach einem guten Wettkampftag verwehrt.
Die deutsche Vizemeisterin Greta Emmerling erwischte unter 40 kg einen unglücklichen Tag. Nach zwei Niederlagen musste die Sportlerin vom SV Halle ohne Platzierung den Wettkampf beenden.
In Bad Blankenburg vertraten außerdem Hardy Vötig und Julius Hannig als Kampfrichter die Farben Sachsen-Anhalts.
In Bremen fanden sich am gleichen Samstag und folgenden Sonntag über 800 Judoka aus 30 Ländern von fünf Kontinenten in der Messehalle 6 ein.
Bei den Kadetten musste Alexander Haase (SV Halle / -55 kg) nach fast drei Minuten Golden Score eine Niederlage hinnehmen und schied aus dem Turnier aus.
Eine Gewichtsklasse höher konnte Emil Eulitz vom 1. Dessauer JC zeigen, dass er wieder fit ist. Ein Freilos und zwei Siege gegen internationale Gegner führten ihn ins Achtelfinale. Dort verlor er und da sein Gegner im Viertelfinale überrascht wurde, war auch ihm der Weg in die Hoffnungsrunde versperrt.
Bis 81 Kilogramm holte auch Johann Schwenke (JC Halle) einen Auftaktsieg. Eine Niederlage über die volle Kampfzeit gegen den späteren Turniersieger brachte ihn zumindest in die Hoffnungsrunde. Nach einem weiteren Sieg beendete der amtierende deutsche Meister den Wettkampf für Johann.
Bei den Junioren am Sonntag konnte unter 73 kg der Halberstädter Albert Rupprich nach einem Freilos einen schnellen Sieg verbuchen. Im nächsten Kampf musste er über drei Minuten ins Golden Score und unterlag dort, was seinen Wettkampftag beendete.
Eine Gewichtsklasse höher verlor Till Schumacher (JC Halle) seinen Auftaktkampf im Golden Score.
Die Judoka blieben nach dem Wettkampf noch vor Ort um die darauffolgenden Tage im Trainingslager ihre Fähigkeiten mit der internationalen Spitze zu messen.
Über 3000 Kilometer entfernt kämpfte eine, die schon in der internationalen Spitze angekommen ist. Friederike Stolze vom SV Halle war an sechs gesetzt und konnte so ein Freilos genießen. Gegen die Ungarin Anna Kriza knickte Friederike direkt zu Beginn des Kampfes schmerzhaft um und gab in der Aktion noch einen Yuko ab. Sie biss die Zähne zusammen und egalisierte sogar den Yuko. Im Golden Score fand ihre Gegnerin dann die Lücke und konnte Ippon werfen.
Gute Besserung an Friederike, die auf Grund dieser Verletzung die Europameisterschaften verpassen wird.
Für die Kadetten geht es direkt am Wochenende mit dem Europa Cup im tschechischen Teplice weiter.
Peppa kämpft als nächstes in zwei Wochen beim Europa Cup im italienischen Lignano.
Bild: Thomas Schauseil