Hoch hinaus - beim zweiten Ausbildungswochenende

Am vergangenen Samstag und Sonntag fand in Köthen das zweite Ausbildungswochenende der diesjährigen Trainer C-Ausbildung statt.
Der Einstieg in den Samstagvormittag wurde erneut von Friedemann Bünger gestaltet und begann mit der Differenzierung verschiedener Führungsstile. Diese wurden zunächst in Kleingruppen erarbeitet und anschließend mithilfe von Sketch-Notes der gesamten Gruppe präsentiert. In einer anschließenden Diskussionsrunde zum „besten“ Führungsstil konnten sich die Teilnehmenden anhand einer Matrix (Erziehungsstilkonzept nach Tausch&Tausch) selbst einschätzen.
Nach dem Austausch über die Ergebnisse ging es auch praktisch auf die Matte. Die methodischen Prinzipien im Sport bildeten den Schwerpunkt der ersten Praxiseinheit. Diese wurden durch die Teilnehmenden in Gruppen erarbeitet, in konkrete Übungen übertragen und anschließend vorgestellt.
Nach einer kurzen Mittagspause, in deren Anschluss sich Friedemann verabschiedete, übernahmen weitere Dozenten die Gestaltung des Wochenendes. Am Nachmittag leitete Christian Beyer durch die Themenbereiche Vereins- und Öffentlichkeits- sowie Elternarbeit. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen sowie Trainings- und Wettkampffahrten. In Gruppenarbeiten wurden hierzu Konzepte entwickelt, die auch außerhalb des Trainingsalltags Anwendung finden sollten. Dabei entstanden zahlreiche Ideen und Impulse für die Vereinsarbeit vor Ort. Zum Ausklang des ersten Tages wurden noch einmal spielerische Rauf- und Rangelspiele erprobt, die einen niedrigschwelligen Einstieg in den Zweikampf ermöglichen.
Durch den Sonntag führte Julius Hannig, der die Teilnehmenden zunächst theoretisch in das Thema deduktives vs. induktives Lernen einführte. Anschließend folgte eine intensive Erwärmung, die überwiegend aus sogenannten „Animal Movements“ bestand und bereits erste Bezüge zum Bodenkampf herstellte.
Darauf aufbauend wurden verschiedene methodische Ansätze im Boden erarbeitet und praktisch umgesetzt. Besonders im Fokus stand dabei der Einsatz von „Handicaps“, um Leistungsunterschiede innerhalb heterogener Gruppen auszugleichen. Im Anschluss stellte Julius Handlungsketten im Boden vor, die systematisch geübt und nach der Mittagspause am Beispiel der sogenannten „Gurke“ in Form einer Kata gefestigt wurden.In diesem Zusammenhang betonte Julius anschaulich den Ansatz, Kata und Judo nicht getrennt zu betrachten - vielmehr ist Kata ein integraler Bestandteil des Judos. Zudem ging er noch einmal gezielt auf die Rolle des Uke ein.Den Abschluss des zweiten Ausbildungswochenendes bildete ein Theorieblock mit Fokus auf Wettkampfregeln und Kampfrichterwesen im Judo. Hierzu wurden Lehrvideos sowie ausgewählte Kampfszenen analysiert und gemeinsam ausgewertet.
Ein besonderer Dank gilt dem Köthener SV 09 für die Ausrichtung und Versorgung sowie den Dozenten Friedemann Bünger, Christian Beyer und Julius Hannig für die engagierte, abwechslungsreiche und lehrreiche Gestaltung des Wochenendes.