Internationaler Besuch zum Halle-Randori (Michael Freyer)

Beim monatlichen Halle-Randori trafen sich diesmal rund 30 Sportlerinnen und Sportler im Dojo des SV Halle, um gemeinsam in guter Atmosphäre zu trainieren und ihr Können auch einmal mit anderen Judoka zu probieren. Diesmal auch mit Athletinnen und Athleten, die erst vor kurzem wieder eingestiegen sind. Die Veranstaltung hat sich längst als fester Bestandteil im regionalen Judokalender etabliert und bietet eine wertvolle Gelegenheit, vereinsübergreifend auf hohem Niveau zu trainieren.
Ein besonderes Highlight war in diesem Monat der Besuch des japanischen Judoka Daigo Fukuda, der erst kürzlich den Kodokan Cup 2024 für sich entscheiden konnte. Seine Teilnahme sorgte für große Begeisterung unter den Anwesenden und verlieh dem Training eine ganz besondere Atmosphäre.
Im Technikteil vermittelte Fukuda zunächst seine Version des Ko-Uchi-Gari, die er Schritt für Schritt erklärte und mit praktischen Tipps ergänzte. Da die japanisch Kenntnisse unserer Sportlerinnen und Sportler etwas eingestaubt waren, war die Übersetzung von Julius eine hilfreiche Ergänzung. Beim Üben dieser Variante konnte man über die gesamte Matte die Aha-Momente förmlich hören.
Anschließend lag der Fokus auf der Herangehensweise an den Griffkampf. Daigo zeigte dabei zahlreiche Details, die im Wettkampf den entscheidenden Unterschied machen können. Die Teilnehmenden hatten dabei ausreichend Gelegenheit, die gezeigten Inhalte direkt umzusetzen und individuelle Fragen zu stellen.
Im Anschluss folgte der Randori-Teil, bei dem in 24 intensiven Runden in zwei Gruppen gekämpft wurde. Unter den wachsamen Augen der beiden Vizepräsidenten konnten die Sportlerinnen und Sportler die zuvor erarbeiteten Techniken unter realistischen Bedingungen anwenden und sich mit verschiedenen Partnern messen. Mit dabei war natürlich auch die Möglichkeit, es direkt mit Daigo zu versuchen. Hier zeigte er wiederum sein hohes Judogeschick. Aber auch seine Partner aus Sachsen-Anhalt mussten sich nicht verstecken.
Nach abschließenden Fotos und die Übergabe eines kleines Gastgeschenks kann festgehalten werden: Das Training war insgesamt ein voller Erfolg und zeigte einmal mehr, wie wertvoll solche gemeinsamen Maßnahmen für die Weiterentwicklung im Judo sind. Der Besuch von Daigo Fukuda wird den Teilnehmenden sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Das nächste Halle-Randori ist am 24.04.2026, wie immer im Kreuzvorwerk unter Leitung von Luise Malzahn.
Bild: SV Halle