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12.03.2026 (J.Hannig )

Favoritenrolle erfüllt, positiven Eindruck hinterlassen

In der Landeshauptstadt Brandenburgs trafen sich die besten Junioren der Republik um beim ersten Jahreshöhepunkt die Weichen für das weitere Jahr zu stellen. Der JVST wurde hier von sieben Judoka vertreten. Im Vergleich zur U18 in Leipzig, wo man der kleinste Verband war, befand man sich bei der U21 auf Platz 14 der 18 Landesverbände. Im Medaillenspiegel ging es noch weiter nach vorne.

 

Die war Peppa Plöhnert zu verdanken. Die Athletin vom SV Halle, die in Potsdam am Bundesstützpunkt trainiert, war als Favoritin in ihrer Gewichtsklasse angetreten. In ihrer Wahlheimat war sie mit ausreichend Unterstützung, aber auch ausreichend Druck ausgestattet. Dem Druck standzuhalten war für die EM-Starterin des letzten Jahres aber kein Problem. Dominant und souverän gewann sie alle ihre Kämpfe vorzeitig, mit Wertung oder weil ihre Gegnerinnen nicht richtig mitmachen wollten und sicherte sich, nach Kadetten Gold 2023, ihre zweite DEM Gold Medaille und eine Empfehlung an die Bundestrainer.

 

Eine weitere Platzierung schafften die Sachsen-Anhaltiner Judoka nicht, verkauften sich aber alle teuer. Knapp am offiziellen Tableau vorbei kämpfte Sina Bauer (-57 kg) vom 1. Dessauer JC. Vor kurzem noch mit einem für sie unzufriedenstellendem Ergebnis bei der DEM U18, ging es auch in Potsdam nicht gut los und sie verlor den Auftaktkampf. Gänzlich von Druck und Erwartungen befreit, kämpfte sie groß auf. Nach einem Arbeitssieg über vier Minuten sah sich sie um nächsten Kampf erst einen Yuko-Rückstand hinnehmen, ehe kurz darauf ihr eigener Ippon folgte. Im nächsten Kampf fiel der Rückstand noch eine Stufe höher aus, Waza-ari nach der Hälfte der Kampfzeit. Diesen egalisierte sie eine Minute später und fand kurze Zeit später am Mattenrand den erlösenden zweiten Waza-ari. Gegen die drei Jahre ältere Irina Kreidin war dann aber Schluss. Im Übergang Stand-Boden wurde Sina zur Aufgabe gezwungen.

 

Ebenfalls einen Doppelstart nach der DEM U18 machte Alexander Haase vom SV Halle. Eine Gewichtsklasse höher musste er dem körperlichen Unterschied wie auch der Erfahrung der älteren Gegner Tribut zollen.

 

In der gleichen Gewichtsklasse kam Paul Gumbert von Motor Halle nach einer Auftaktniederlage, in welcher er etwas zu viel Respekt vor der Größe der Veranstaltung zeigte, zu einem hart erkämpften Trostrundensieg. Im anschließenden Kampf war dann aber auch für den ebenfalls noch in der U18 startberechtigten Anhaltiner Schluss.

 

Ebenfalls von Motor Halle startete Pascal Szimeiszter. Im Schwergewicht ging der auffällig niedriggraduierte Judoka alles oder nix und erntete neben einem vorzeitigen Sieg in der Trostrunde auch den Respekt vieler Zuschauer.

 

Schon mir DEM Erfahrung angereist war Marianna Lara Nowak. Die Kämpferin vom Haldensleber Judo-Club hatte in der starken deutschen Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm zweimal das Nachsehen.

 

Seinen Auftaktkampf gewinnen konnte Albert Rupprich. Nach einem Freilos gewann er mit Yuko nach regulärer Kampfzeit. In einem knappen Kampf hatte der Sportler von Germania Halberstadt dann mit Yuko zu Waza-ari das Nachsehen und es ging in der Trostrunde weiter. In einem offen geführten Kampf fand sein Gegner im Übergang Stand-Boden eine Lücke unter dem Kinn und konnte eine Würge durchbringen.

 

Stützpunkttrainer Stephan Fröhlich bescheinigte alle Judoka Einsatz und Kampfeswillen. Zu individuell besseren Resultaten fehlte am Ende die Erfahrung und ein Quäntchen Glück. Der krönende Abschluss mit Peppas Gold freute alle.

 

Bild: Jonas Löffler