News

28.02.2026 (J.Hannig )

Festgehalten in Taschkent

In einem der zwei doppelten Binnenstaaten der Erde fand vom 27.02. bis 01.03. der OTP Group Tashkent Grand Slam statt. Usbekistan, eigentlich bekannt für seine starken männlichen Judoka, gerade in den leichten Gewichtsklassen, spielt auch im Frauenjudo eine immer größere Rolle. Bestes Beispiel dafür ist Olympiasiegerin Diyora Keldiyorova. Bereits am ersten Tag gab es auch schon eine Goldmedaille für die weiblichen Judoka des Gastgeberlandes. Diesen musste sich auch das JVST-Duo Friederike Stolze und Miriam Butkereit vom SV Halle stellen.

 

An Tag zwei des Grand Slam machte Friederike bis 63 Kilogramm den Auftakt. In Kampf zwei des Turniers traf sie auf Narumi Tanioka aus Japan. Im Links-gegen-Rechts fand die Japanerin zuerst die Initiative und erzielte mit O-soto-otoshi einen Waza-ari. Danach blieb der Kampf ohne klare Aktionen von beiden Seiten, so dass die Athletin vom SV Halle ausschied.

Dass die Japanerin am Ende das Turnier gewann, ist nur ein schwacher Trost.

 

Einen gänzlich anderen Kampftag erwischte Miriam Butkereit bis 70 Kilogramm. Nach einem Freilos ging es gegen die Israelin Kogan schnell los. Ippon nach 40 Sekunden für O-soto-guruma. Danach begann die große Ne-waza-Show von Miriam. In drei aufeinanderfolgenden Kämpfen drehte sie ihre Gegnerinnen (Badurova (RUS), Eme (FRA), Auchecorne (FRA)) aus der Bauchlage in eine Festhalte und hielt diese 20 Sekunden lang bis zum Ippon. Nach dem etwas enttäuschenden Kampftag in Paris, hier eine souveräne Leistung mit vier vorzeitigen Siegen zu Gold.

Damit verbunden sind 1000 Weltranglistenpunkte und ein Platz unter den Top 5 ihrer Gewichtsklasse.

 

Für Friederike geht es am 21. März auf der World Tour im georgischen Tiflis weiter.

 

Bild: IJF / Tamara Kulumbegashvili